Das Empfehlungsmanagement von rexx systems ermöglicht es Mitarbeitenden, Stellenanzeigen direkt aus dem Employee-Self-Service-Portal per E-Mail oder Social Media zu teilen — integriert in das bestehende Bewerbermanagement. Dieser Beitrag erklärt, was das Modul leistet, wo die Grenzen liegen und wann ein spezialisiertes Mitarbeiterempfehlungs-Tool der bessere Ansatz ist.
Was ist das rexx Empfehlungsmanagement?
rexx systems ist eine seit über 25 Jahren in Deutschland etablierte HR-Softwarelösung, die mehr als 3.000 Unternehmen in Europa nutzen (Quelle: rexx systems). Neben Bewerbermanagement, Talent Management und Core HR bietet rexx ein integriertes Empfehlungsmanagement-Modul — auch unter dem Produktnamen „Talentbringer" bekannt.
Das Kernprinzip: Mitarbeitende sehen neue Stellenanzeigen im Enterprise Social Network des rexx-Mitarbeiterportals sofort und können diese mit wenigen Klicks über E-Mail oder Social-Media-Kanäle teilen. Eingehende Empfehlungsbewerbungen werden direkt im rexx-Bewerbermanagement verwaltet — ohne Medienbruch.
| Funktion | Verfügbarkeit im rexx Empfehlungsmodul |
|---|---|
| Stellenteilen per E-Mail und Social Media | Ja |
| Integration mit rexx-Bewerbermanagement | Ja (nativ) |
| Gamification und Belohnungssystem | Ja (Grundfunktionen) |
| Enterprise Social Network im Mitarbeiterportal | Ja |
| Analyse der Empfehlungsquellen (Recruiting-KPIs) | Ja |
| Automatisierte Bonus-Auszahlung via Payroll | Nicht nativ — manuelle Integration erforderlich |
| Passive Kandidaten-Matching via LinkedIn-Netzwerk | Nein |
| Multi-Channel-Kommunikation (Teams, Slack, WhatsApp) | Nein |
| Non-Desk-Worker-Modus | Eingeschränkt (mobile App vorhanden) |
Wie das Empfehlungsprogramm in der Praxis funktioniert
Der Ablauf ist in vier Schritte strukturiert:
- Stellenveröffentlichung: Eine neue Position wird in rexx eingestellt und erscheint sofort im Enterprise Social Network des Mitarbeiterportals — sichtbar für alle Mitarbeitenden, die Zugang zum Self-Service-Portal haben.
- Empfehlung teilen: Mitarbeitende können die Stelle per E-Mail oder auf sozialen Netzwerken teilen. Der Link enthält einen Referral-Code, der die Empfehlung dem empfehlenden Mitarbeitenden zuordnet.
- Bewerbungseingang und Tracking: Bewerbungen über Empfehlungslinks landen direkt im rexx-Bewerbermanagement. Die Quelle „Empfehlung" wird automatisch protokolliert und in den Recruiting-KPIs ausgewiesen.
- Auswertung und Prämierung: Gamification-Funktionen ermöglichen die Bewertung von Empfehlungsaktivität. Prämien können — laut rexx — variabel gestaltet werden: finanzielle Boni, aber auch Sachprämien, Wellnessgutscheine oder zusätzliche Urlaubstage.
Laut rexx systems kann der Anteil der über Empfehlungen besetzten Stellen durch das digitale Programm deutlich erhöht werden — klassische, nicht digital unterstützte Programme erreichen oft nur rund 5 Prozent Anteil, während digitalisierte Programme diesen Wert laut rexx-Eigenangaben mehrfach übersteigen können.
Stärken des rexx Empfehlungsmanagements
1. Native Integration ins Bewerbermanagement
Der stärkste Vorteil des rexx-Moduls ist die reibungslose Verbindung zwischen Empfehlung und Bewerberstatus. HR-Teams, die rexx bereits als ATS nutzen, brauchen keinen zweiten Datentopf. Bewerbungen aus Empfehlungen und aus anderen Quellen laufen in derselben Oberfläche zusammen — mit automatischer Quellzuordnung und KPI-Reporting.
2. Transparenz durch Enterprise Social Network
Neue Stellen erscheinen im rexx-Mitarbeiterportal für alle Mitarbeitenden sichtbar — ohne dass HR aktiv pushen muss. Das erzeugt eine Grunddynamik: Mitarbeitende, die in ihrem Netzwerk passende Kontakte haben, werden durch den Social-Feed automatisch erinnert.
3. DSGVO-konforme Verarbeitung in Deutschland
rexx systems betreibt seine SaaS-Infrastruktur in einem ISO-zertifizierten Rechenzentrum in Deutschland — ein Compliance-Vorteil für deutsche Unternehmen, die datenschutzrechtliche Anforderungen bei der Kandidatenverarbeitung erfüllen müssen.
Grenzen des rexx Empfehlungsmoduls — was es nicht leistet
Das rexx Empfehlungsmanagement ist ein solides integriertes Modul, aber kein dediziertes Empfehlungs-Tool. Wer skalierte Empfehlungsprogramme mit hoher Beteiligung anstrebt, stößt auf strukturelle Grenzen:
- Kein passives Kandidaten-Matching: Das Modul zeigt Stellen und ermöglicht Teilen — aber es analysiert nicht aktiv die professionellen Netzwerke der Mitarbeitenden, um unaufgefordert passende Kandidaten vorzuschlagen.
- Begrenzte Multi-Channel-Kommunikation: Mitarbeitende werden über das Self-Service-Portal und die Social-Network-Funktion erreicht — nicht über Slack, Microsoft Teams, WhatsApp oder SMS. Non-Desk-Worker, die keinen regelmäßigen PC-Zugang haben, sind strukturell unterrepräsentiert.
- Kein automatisierter Bonus-Workflow: Die Prämienauslösung muss manuell oder über eine externe Payroll-Schnittstelle organisiert werden. Das erhöht den administrativen Aufwand gegenüber spezialisierten Lösungen.
- Gamification mit begrenztem Tiefgang: Grundfunktionen sind vorhanden, aber ein ausgefeiltes Punkte- und Belohnungssystem mit Meilensteinprämien (z. B. nach Bewerbungseingang, Interview und Einstellung) ist nicht nativ verfügbar.
Für wen ist das rexx Empfehlungsprogramm geeignet?
Das rexx-Modul ist besonders geeignet für:
- Mid-Market-Unternehmen (200–2.000 Mitarbeitende), die rexx bereits als ATS oder HRIS nutzen und Empfehlungen ohne zusätzliche Tool-Komplexität aktivieren möchten.
- Unternehmen mit stabiler Büropräsenz, bei denen Mitarbeitende regelmäßig auf das Employee-Self-Service-Portal zugreifen.
- HR-Teams mit begrenztem Budget für ein separates Empfehlungs-Tool, die mit dem vorhandenen rexx-Modul einen soliden Grundbetrieb starten möchten.
Wer dagegen ein skalierbares Empfehlungsprogramm mit hohen Beteiligungsraten, automatisiertem Kandidaten-Matching und Multi-Channel-Kommunikation anstrebt, wird das rexx-Modul als Ausgangspunkt nutzen und mit einer spezialisierten Lösung ergänzen.
Sprad als spezialisiertes Empfehlungs-Tool neben rexx
Sprad ist ein spezialisiertes Mitarbeiterempfehlungs-Tool, das sich über API-Schnittstellen mit bestehenden ATS- und HRIS-Systemen verbindet. Während rexx das Empfehlungsmanagement als eines von vielen Modulen integriert, ist Empfehlung bei Sprad das einzige Produkt — was sich in der Funktionstiefe niederschlägt.
| Dimension | rexx Empfehlungsmodul | Sprad (spezialisiert) |
|---|---|---|
| Integration ins ATS | Nativ (rexx ATS) | Per API zu rexx und anderen ATS |
| Kandidaten-Matching | Nicht vorhanden | KI-gestütztes LinkedIn-Netzwerk-Matching |
| Kommunikationskanäle | Portal, E-Mail, Social Media | Teams, Slack, WhatsApp, SMS, E-Mail |
| Non-Desk-Worker | Eingeschränkt | Spezialisierter Modus verfügbar |
| Gamification-Tiefe | Grundfunktionen | Punkte, Meilensteine, Peer-Recognition |
| Bonus-Automation | Manuell / extern | Workflow-gesteuert |
| Datenhaltung | Deutschland (ISO-zertifiziert) | DSGVO-konform |
| Zielgruppe | rexx-Bestandskunden | Mid-Market und Enterprise, technologieoffen |
Laut eigenen Angaben von Sprad erreichen Unternehmen mit dem Tool eine Reduktion der Time-to-Hire um 30 Prozent und eine 55 Prozent schnellere Besetzung verglichen mit Job-Portalen. Die Integration mit rexx ist über die offene API-Architektur beider Systeme technisch möglich — eine vorkonfigurierte, zertifizierte Schnittstelle existiert aktuell nicht.
Empfehlungsprogramme als Recruiting-Kanal: Was die Zahlen zeigen
Die Datenlage zu Mitarbeiterempfehlungen ist konsistent: Empfohlene Kandidaten werden öfter eingestellt, bleiben länger und sind günstiger zu gewinnen als Bewerber aus anderen Quellen.
- 88 Prozent der Arbeitgeber bewerten Empfehlungen als beste Quelle für neue Mitarbeitende
- Empfehlungen machen nur 7 Prozent aller Bewerbungen aus, aber rund 40 Prozent aller Einstellungen
- Empfohlene Mitarbeitende bleiben nach zwei Jahren zu 45 Prozent noch im Unternehmen — gegenüber 20 Prozent aus Jobbörsen (Quelle: employeereferrals.com)
- Cost-per-Hire bei Empfehlungen liegt im Median unter 1.500 Euro (Prämienkosten) — gegenüber 4.000 Euro oder mehr über Agenturen
Diese Zahlen gelten unabhängig davon, ob das Empfehlungsprogramm über rexx, Sprad oder ein anderes Tool betrieben wird. Der entscheidende Hebel ist nicht das Tool — es ist die Beteiligungsrate der Mitarbeitenden. Und diese hängt maßgeblich davon ab, wie leicht der Empfehlungsprozess ist und wie stark die Mitarbeitenden motiviert werden.
FAQ: rexx Empfehlungsprogramm für deutsche Unternehmen
Ist das rexx Empfehlungsmanagement ein eigenständiges Modul oder Bestandteil des ATS?
Es ist ein integriertes Modul innerhalb der rexx-Plattform, das eng mit dem Bewerbermanagement verknüpft ist. Es kann nicht separat als Stand-alone-Tool genutzt werden — setzt also eine rexx-Lizenz voraus.
Unterstützt rexx die Empfehlung über WhatsApp oder Slack?
Nicht nativ. Die primären Kommunikationswege im rexx-Modul sind E-Mail und Social-Media-Plattformen. Für Multi-Channel-Kommunikation inklusive Slack, Teams oder WhatsApp sind entweder manuelle Prozesse oder Drittanbieter-Tools erforderlich.
Wie wird die Anonymität von Kandidaten bei Empfehlungen datenschutzrechtlich gehandhabt?
rexx verarbeitet alle Bewerberdaten in einem ISO-zertifizierten Rechenzentrum in Deutschland. Der empfehlende Mitarbeitende ist dem empfohlenen Kandidaten gegenüber sichtbar (Name erscheint in der Bewerbung) — dies sollte im Empfehlungsprozess transparent kommuniziert werden.
Was ist der „Talentbringer" bei rexx systems?
Der Talentbringer ist der Produktname für das rexx-Empfehlungsmanagement-Modul. Er beschreibt die Grundidee: Mitarbeitende werden zu aktiven Talentbringern, indem sie ihr persönliches Netzwerk für das Recruiting des Unternehmens nutzen.
Lässt sich das rexx Empfehlungsmodul mit einem spezialisierten Empfehlungs-Tool kombinieren?
Ja, technisch ist eine Kombination über die rexx-API möglich. Spezialisierte Tools wie Sprad können über API-Schnittstellen mit rexx als ATS verbunden werden, sodass Empfehlungen aus einem dedizierten Tool direkt im rexx-Bewerbermanagement erscheinen. Eine vorkonfigurierte Integration existiert aktuell nicht — hier ist eine individuelle technische Abstimmung erforderlich.
Für welche Unternehmensgrößen ist das rexx Empfehlungsmanagement geeignet?
rexx systems adressiert primär den europäischen Mid-Market (ca. 200–5.000 Mitarbeitende). Das Empfehlungsmodul ist entsprechend konzipiert: Es deckt die Grundanforderungen für Unternehmen dieser Größe solide ab, ohne die Tiefe und Automatisierung spezialisierter Empfehlungsplattformen zu erreichen.
