KI-CV-Screening für Ashby: Automatisches Kandidaten-Scoring als angebundenes Modul

By Jürgen Ulbrich

Wenn Sie nach ashby cv screening suchen, liegt das Problem selten bei Stellenanzeigen oder Pipeline-Stages. Der Engpass sitzt früher: bei den ersten 30 bis 300 Bewerbungen. Dort, wo jemand PDFs öffnet, Must-haves scannt, Erfahrung gegen die Jobbeschreibung abgleicht und versucht, dabei konsequent zu bleiben.

Wichtig vorab: Ashby selbst ist ein starkes ATS – aber ein KI-basiertes Fit-Scoring, das Kandidat:innen automatisch gegen Ihre echte Jobbeschreibung rankt, ist keine Kernfunktion, die Ashby als eigenes Feature verspricht. Genau dafür wird Sprad + Atlas typischerweise als angebundenes Modul genutzt: Sie behalten Ashby als System of Record. Atlas übernimmt Screening-Routinen im Hintergrund und schreibt Score + Begründung in Ashby zurück, als Teil von Automatisierungs-Workflows.

Ashby CV Screening: Was Ashby sehr gut kann – und wo Screening oft trotzdem manuell bleibt

Ashby ist für viele Teams attraktiv, weil es Recruiting operativ sauber abbildet: Pipeline-Management, Interviewplanung, Zusammenarbeit, Reporting und Integrationen. Technisch ist Ashby offen angelegt – mit öffentlicher API und Webhooks (Ashby API-Dokumentation) sowie einer Integrationsübersicht, die Partner-Anbindungen explizit unterstützt (Ashby Integrationen).

Nur: In vielen Teams bedeutet „Screening“ weiterhin Handarbeit. Typische Schritte sehen so aus:

  • CV-Anhang öffnen (nicht selten mehrere Versionen).
  • Nach Pflicht-Skills und relevanter, aktueller Erfahrung suchen.
  • Den Lebenslauf gedanklich auf die Jobbeschreibung mappen (oder auf eine Checkliste).
  • Ein kurzes Summary für Hiring Manager schreiben.
  • Das Ganze dutzendfach wiederholen – und dabei fair und konsistent bleiben.

Selbst mit einem sehr guten ATS verschwindet hier Zeit. Und hier driftet Qualität: Zwei Recruiter können denselben CV lesen und zu verschiedenen Einschätzungen kommen – besonders bei komplexen Rollen, gemischten Tech-Stacks, „Hybrid“-Profilen oder vagen Jobbeschreibungen.

Wenn Menschen nach „ashby cv screening“ suchen, wollen sie meist drei Dinge gleichzeitig:

  • Tempo: Shortlists in Minuten statt in Tagen.
  • Konsistenz: dieselben Kriterien auf jede Bewerbung.
  • Nachvollziehbarkeit: ein Score, den man erklären kann – kein Black-Box-Ergebnis.

Diese Kombination ist genau der Bereich, in dem eine Integrations- und Automatisierungsschicht über Ashby echten Nutzen stiften kann – ohne Tool-Wechsel und ohne Parallelprozesse.

Wie ashby cv screening mit Sprad + Atlas funktioniert (Schritt für Schritt)

Atlas ist als „eine KI für Ihren gesamten HR-Stack“ konzipiert: Es verbindet Tools, in denen Ihr Team schon arbeitet, und führt Routinen dort aus, wo sie in den Prozess passen. Beim Ashby-CV-Screening ist der Ablauf klar: Bewerbung kommt in Ashby an, Atlas bewertet CV gegen die konkrete Stelle, Atlas schreibt Ergebnis zurück nach Ashby.

1) Trigger: Eine neue Bewerbung landet in Ashby

Sobald ein:e Kandidat:in in Ashby auf eine Stelle bewirbt (oder hinzugefügt wird), kann der Workflow auslösen – typischerweise über Webhooks oder über geplante Läufe via API (Ashby API-Dokumentation). Das ist der sauberste „Hook“, weil er Ihrem echten Recruiting-Flow folgt: kein zusätzliches Postfach, kein neues Portal, kein Parallelbetrieb.

2) Atlas zieht Kandidaten-Record + den echten Job-Kontext

Atlas lädt den Kandidaten-Record, den CV-Anhang und den zugehörigen Job aus Ashby, inklusive der Jobbeschreibung, die dort hinterlegt ist. Das ist entscheidend: Scoring gegen generische Rollen-Templates produziert Rauschen. Scoring gegen Ihre Jobbeschreibung produziert Signal.

Wenn Sie „Fit“ tiefer definieren wollen, kann Atlas – optional und nach Ihren Zugriffs- und Governance-Regeln – auch interne Erfolgssignale berücksichtigen. Der Grundgedanke: Lernen aus People- und Development-Daten fließt zurück ins Hiring. Das ist genau die Brücke, die viele Stacks nie bauen, weil sie Recruiting und Entwicklung wie zwei getrennte Welten behandeln. Wenn Sie diesen Ansatz spannend finden, lohnt der Blick auf die Talent-Management-Plattform als Datenbasis – nicht als zusätzliche Analytics-Insel.

3) CV Parsing: PDFs in strukturierte, vergleichbare Daten übersetzen

CVs kommen oft als PDF oder DOCX. Atlas extrahiert Inhalte und strukturiert sie in ein konsistentes Schema, zum Beispiel:

  • Rollen, Arbeitgeber, Senioritätssignale, Dauer pro Station
  • Skills und Tools (mit Kontext statt nur Keyword-Treffern)
  • Ausbildung, Zertifikate
  • Industrie-/Domain-Erfahrung
  • Sprachen, Standorte, Mobilität

Das ist nicht glamourös. Aber es macht Scoring stabil, wiederholbar und auditierbar. Ohne saubere Struktur kippen Scores schnell in „zufällige KI-Zahlen“.

4) Kandidaten-Scoring: Vergleich mit dem Job – nicht mit anderen Kandidat:innen

Atlas bewertet Kandidat:innen gegen Ihre Jobbeschreibung und Ihre Screening-Regeln. Sie definieren, was „Fit“ heißt. In der Praxis bewähren sich Setups wie:

  • Must-haves vs. Nice-to-haves: harte Filter plus gewichtete Kriterien
  • Senioritäts-Kalibrierung: verhindert, dass keyword-starke Junior-CVs bei Senior-Rollen zu hoch scoren
  • Recency-Weighting: aktuelle Hands-on-Erfahrung zählt stärker als alte Berührungspunkte
  • Kontext-Prüfung: „Tool X genutzt“ ist etwas anderes als „Tool X produktiv verantwortet“

Genau hier liegt der Kern von ashby cv screening: Sie bekommen ein Ranking, das dem Denken Ihrer besten Recruiter ähnelt – nur sofort, konsistent und für jede Bewerbung gleich.

5) Transparente Ausgabe: Score + kurze Begründung statt langer Notizen

Atlas erstellt eine Rangliste mit Score und kurzer Begründung pro Kandidat:in. Die Begründung ist der Unterschied zwischen „KI sagt das“ und „wir können das intern sauber vertreten“. Typische Formate:

  • Top-Übereinstimmungen mit Requirements (inkl. Fundstellen im CV)
  • Gaps/Risiken (fehlendes Must-have, unklare Tiefe, inkonsistente Timeline)
  • Empfohlener nächster Schritt (Screen-Call, Hiring-Manager-Review, Absage)

Recruiter wollen keine Romane. Sie wollen schnelle, belastbare Hinweise, die Entscheidungen erleichtern.

6) Write-back in Ashby: Eine Quelle der Wahrheit bleibt erhalten

Atlas schreibt Score, Begründung und optional Tags zurück nach Ashby. Ashby bleibt damit Ihr System of Record. Das hat drei direkte Effekte:

  • Kein Copy-Paste zwischen Tools.
  • Hiring Manager sehen Kontext dort, wo sie ohnehin arbeiten.
  • Audit-Trails bleiben im ATS, nicht in einem Neben-System.

Wenn Sie den Workflow erweitern wollen, kann Atlas auch Folge-Routinen auslösen – etwa Erinnerungen an Hiring Manager, Übergaben in die Interviewplanung oder Entwürfe für Absagen. Wichtig bleibt: Alles ist an Ashby-Stages gekoppelt, nicht an einen neuen Prozess neben Ashby.

Was sich im Alltag ändert: Ashby allein vs. Ashby + Atlas für ashby cv screening

Die beste Art, jede ashby-cv-screening-Lösung zu bewerten, ist nicht die Feature-Liste. Schauen Sie auf die Recruiter-Woche. Wenn Recruiter weiterhin jeden CV öffnen und jedes Summary selbst schreiben, bleibt der Engpass.

Recruiting-Schritt Ashby allein (typisch) Ashby + Atlas (angebundenes Modul)
Neue Bewerbungen Recruiter beobachten Queue und starten manuelles Screening Atlas triggert beim Bewerbungsevent und startet Screening automatisch
CV-Verständnis Menschen lesen PDFs; Details landen in Notizen oder im Kopf Atlas strukturiert CV-Inhalte in konsistente Felder für Review + Scoring
Fit-Bewertung Manueller Abgleich mit Jobbeschreibung; Gewichtung variiert je Reviewer Atlas scored gegen Ihre Jobbeschreibung und Ihre Regeln; Kriterien bleiben stabil
Shortlist Shortlist entsteht manuell (Kommentare, externe Docs, Slack) Atlas schreibt Ranking + Begründung zurück in Ashby
Nachvollziehbarkeit Hängt von individuellen Notizen ab; Detailtiefe schwankt Standardisierte „Warum dieser Score“-Begründung pro Kandidat:in im Record

Das ist der praktische Grund, warum eine Integrationsschicht funktioniert: Sie zwingen niemanden, Tools zu wechseln. Sie ändern die Arbeit im Tool, dem das Team schon vertraut.

Wie Scoring hilfreich bleibt (und nicht zu „zufälligen KI-Zahlen“ wird)

Viele Teams scheitern bei ashby cv screening nicht, weil das Modell „zu schwach“ ist. Sie scheitern, weil die Scoring-Logik nicht zur Hiring-Realität passt. Diese Design-Entscheidungen halten Output nutzbar.

Mit Ihrer echten Jobbeschreibung starten – dann eine schlanke Scorecard darüberlegen

Jobbeschreibungen sind selten sauber. Must-haves, Culture, Nice-to-haves und interner Jargon stehen oft in einem Textblock. Atlas kann direkt gegen den Text scoren. Noch besser wird es mit einer dünnen Scorecard-Schicht, die Hiring Manager sofort verstehen:

  • 3–6 Must-have-Signale (nicht verhandelbar)
  • 5–10 gewichtete Signale (Skills, Domains, Tools, Scope)
  • 2–4 Risk Flags (häufige Wechsel, unklare Lücken, fehlende Evidenz)

Sie brauchen kein 30-zeiliges Bewertungssystem. Sie brauchen eine Rubrik, die abbildet, wie Entscheidungen bei Ihnen wirklich fallen.

„Evidence Snippets“ erzwingen: Jede starke Aussage braucht eine Stelle im CV

Ein Score allein hilft wenig. Kurze Evidenz-Snippets helfen Recruitern, schnell zu prüfen: „Stimmt das?“ Beispiel: „5 Jahre Backend (Company X, Rolle Y), AWS im Projektteil, Kafka in aktueller Station.“ Das hält den Menschen in Kontrolle. Es reduziert auch Diskussionen, wenn Hiring Manager später nachfragen.

Edge Cases bewusst behandeln (Quereinsteiger:innen, nicht-standardisierte CVs, DACH-Formate)

Lebensläufe im DACH-Raum sehen oft anders aus als US-Resumes: länger, stärker chronologisch, teils mit Foto oder persönlichen Angaben. Ein Screening-Workflow sollte das sauber handhaben. In vielen Prozessen ist es sinnvoll, sensible Attribute im Scoring-View zu ignorieren oder zu schwärzen – je nach Prozessdesign und Policy.

Wenn Sie bei High-Volume-Rollen unter „AI-generated Application Spam“ leiden, kann ein strukturierter Pre-Screen vor dem CV-Scoring helfen. Sprad bietet dafür mit Atlas Apply einen sprachbasierten Bewerbungsfluss als optionalen Baustein. Für ashby cv screening ist das nicht nötig – aber in Peaks kann es die Queue spürbar entlasten.

Zwei robuste Setups für ashby cv screening (ohne brittle Prozesse)

Sie können ashby cv screening auf viele Arten bauen. Zwei Muster sind in der Praxis oft am stabilsten, weil sie einfach messbar bleiben und nicht bei jeder Prozessänderung brechen.

Setup A: „Job-Description-Scoring“ für schnelle Shortlists

Das ist der Standard, den die meisten Teams zuerst wollen. Atlas scored jede eingehende Bewerbung gegen die Jobbeschreibung und schreibt zurück nach Ashby:

  • Fit-Score (Ihre Skala, z. B. 0–100 oder 1–5)
  • 3 Bulletpoints Begründung
  • Empfohlene Aktion: Review / Screen / Absage

Warum Teams es mögen: schnell aufsetzbar, leicht erklärbar, wöchentlich iterierbar.

Setup B: „Success-Pattern-Scoring“ aus Ihren besten Profilen (optional)

Manche Rollen lassen sich aus der Jobbeschreibung allein schwer bewerten: Sales mit komplexen Zyklen, Engineering mit viel Architekturverantwortung, Leadership-Rollen, bei denen Scope nur indirekt erkennbar ist.

Hier kann Atlas optional gegen Erfolgsmuster Ihrer Top-Performer spiegeln – wenn Sie diese Daten bewusst einspeisen wollen und Ihre Governance das erlaubt. Der Vorteil: Sie raten nicht, was „gut“ aussieht. Sie nutzen interne Signale aus Entwicklung statt nur Text aus Recruiting. Genau dafür ist die Integrations-Story zentral: Atlas dockt nicht nur an ein System an, sondern an Ihren gesamten Stack. Einen Überblick über diese Anbindungsidee finden Sie in der Integrationsabdeckung.

Warum eine Integrationsschicht oft besser ist als ein weiteres Screening-Tool neben Ashby

Viele Screening-Produkte schaffen einen zweiten Arbeitsort. Recruiter springen dann zwischen ATS (Pipeline), Screening-Tool (Ranking), E-Mail (Koordination), Kalender (Scheduling) und Chat (Nudges). Das wirkt klein – summiert sich aber jede Woche.

Eine Integrationsschicht dreht das Modell um:

  • Ashby bleibt die Quelle der Wahrheit. Status und Historie liegen in einem Record.
  • Atlas erledigt Arbeit dort, wo sie hingehört. Screening-Output erscheint in Ashby, nicht in einer separaten Inbox.
  • Sie können über Screening hinaus automatisieren. Derselbe Layer kann Scheduling, Nudges oder Onboarding-Handoffs abdecken.

Das zählt besonders, wenn Ihr HR-Stack schon voll ist. Jedes zusätzliche Standalone-Tool bringt meist automatisch mit:

  • ein weiteres Login- und Berechtigungsmodell
  • eine weitere Security-Prüfung
  • eine weitere Retention- und Löschlogik
  • eine weitere Stelle, an der „die echten Notizen“ landen

Atlas ist eher als Automations- und Intelligence-Layer gedacht, der an Tools andockt, die Sie schon nutzen – inklusive Ashby, aber auch Kalender, E-Mail und Slack/Teams. Damit wird Ihr ashby cv screening nicht zur Einmal-Automation, die bei Stack-Änderungen bricht.

Implementierung in der Praxis: Was in den ersten 2–4 Wochen passiert

In der Umsetzung trennt sich schnell „Demo“ von „funktioniert im Alltag“. Ein sauberes ashby cv screening Rollout folgt oft einem einfachen Raster – bewusst klein starten, dann skalieren.

Woche 1: Scoring-Logik definieren, die Sie intern vertreten können

  • 1–3 Pilotrollen auswählen (nicht alles auf einmal).
  • Must-haves + Gewichtung mit Hiring Manager festlegen.
  • Entscheiden, was in Ashby gespeichert wird (Score, Bullets, Tags, Feldstruktur).

Woche 2: Ashby anbinden + Write-back testen

  • Trigger festlegen (Webhook oder geplanter Lauf).
  • Ashby-Objekte mappen: Candidate, Application, Job, Attachments.
  • Write-back in ein konsistentes Pattern (z. B. Custom Field + Tagging) bringen.

Woche 3: Kalibrierung mit echten Bewerbungen

  • Atlas auf historische Bewerbungen laufen lassen (sofern erlaubt).
  • Ranking mit Recruiter-Entscheidungen vergleichen.
  • Gewichte und Begründungsformat auf Geschwindigkeit und Klarheit tunen.

Woche 4: Live schalten + Zeitgewinn messen

  • Screening für Pilotrollen aktivieren.
  • Messen: Zeit bis zur ersten Shortlist, Screening-Stunden pro Rolle, Pass-through-Raten.
  • Entscheiden: auf weitere Rollen erweitern oder angrenzende Routinen ergänzen.

Auch das kommerzielle Modell unterscheidet sich häufig von klassischem Seat-basiertem SaaS: Statt pro Recruiter-Lizenz sind Setups oft als einmaliges Implementierungsprojekt plus laufende Modell-/API-Nutzung ausgelegt. Wenn Sie das Prinzip verstehen wollen, ist der neutrale Einstieg meist über Workflow-Automatisierung am klarsten, weil dort der Fokus auf Prozessdesign und Betrieb liegt, nicht auf Feature-Kacheln.

Governance für ashby cv screening in DACH: DSGVO, Betriebsrat, Human-in-the-loop

Wenn Sie in DACH einstellen, ist das schwierige Thema selten „kann das Modell scoren?“. Es ist Governance. Sie brauchen ein Setup, das Datenschutz, Security und – wo relevant – Mitbestimmung abbildet.

Drei Prinzipien helfen vielen Teams, schnell voranzukommen, ohne unnötige Risiken einzugehen. Das ist eine allgemeine Orientierung und keine Rechtsberatung; binden Sie Legal, Datenschutz und interne Stakeholder ein.

1) Atlas als Entscheidungshilfe nutzen – nicht als automatische Ablehnungsmaschine

Viele Organisationen nutzen KI-Scoring als Priorisierung. Recruiter entscheiden weiterhin selbst. Das hält Verantwortlichkeit klar und macht Governance-Gespräche einfacher.

2) Daten minimieren und dokumentieren, was die KI tut

Die DSGVO fordert Zweckbindung und Datenminimierung (siehe Originaltext auf EUR-Lex). Für ashby cv screening wird das praktisch oft zu klaren Designregeln:

  • Nur CV- und jobbezogene Daten verarbeiten, die für Scoring nötig sind.
  • Retention definieren: Was bleibt in Ashby, was in Integrations-Logs, wie lange.
  • Begründungen kurz und jobbezogen halten (keine sensiblen Attribute, keine Mutmaßungen).

3) Mitbestimmung als Designinput behandeln, nicht als Blocker

In Deutschland kann die Einführung von Systemen, die Arbeitsabläufe im Recruiting beeinflussen, die Beteiligung des Betriebsrats auslösen – besonders wenn algorithmische Regeln Entscheidungen prägen. Eine HR-nahe Einordnung typischer Fallstricke bei „HR + KI“ finden Sie bei Haufe.

Was in Betriebsratsgesprächen meist hilft:

  • Rubrik/Scorecard in Klartext zeigen (Must-haves, Gewichte).
  • Beispiel-Ausgaben für reale CVs durchgehen.
  • Rollenbasierte Sichtbarkeit definieren (wer sieht was).
  • Explizit festhalten: Menschen entscheiden, Overrides sind möglich.

Häufige Fragen vor einem ashby cv screening Modul

Müssen Recruiter in einem zweiten Tool arbeiten?

Im Idealfall nein. Der praktische Nutzen von ashby cv screening als angebundenes Modul entsteht genau dadurch, dass Recruiter in Ashby bleiben und Output im Kandidaten-Record sehen. Atlas läuft im Hintergrund und schreibt Ergebnisse zurück.

Kann man die Scoring-Logik steuern – oder ist das ein fixes Modell?

Für belastbares Screening brauchen Sie Steuerbarkeit: Must-haves, Gewichte, Risk Flags und die Form der Begründung. Sonst bekommen Sie zwar Scores, aber keinen Prozess, den Hiring Manager akzeptieren.

Wie reduziert man Bias-Risiken und bleibt fair?

Kein Tool kann Fairness garantieren. Was Sie steuern können, sind Guardrails, die Risiken senken:

  • Nur jobrelevante Kriterien scoren.
  • Sensible Attribute ignorieren und Proxy-Features so weit wie möglich vermeiden.
  • Für eine Rolle dieselbe Rubrik auf alle Kandidat:innen anwenden.
  • Monatlich Stichproben auditieren und Rubriken nachschärfen.

Transparenz ist hier zentral: Kurze Begründungen pro Kandidat:in machen Reviews realistisch. Ohne Begründungen werden Scores zu „Zahlen, die niemand mehr hinterfragt“ – und dann kippt Vertrauen.

Was passiert bei nicht-standardisierten CVs?

Hier zeigt sich der Wert aus Parsing + Evidence Snippets. Wenn ein CV untypisch strukturiert ist, sollte das System geringe Sicherheit sichtbar machen und Human Review anstoßen – statt scheinbare Präzision zu simulieren.

Über Screening hinaus: Automationen, die gut zu Ashby passen

Wenn Sie einmal eine Integrationsschicht für ashby cv screening etabliert haben, bauen viele Teams schrittweise weiter – nicht aus Automationslust, sondern weil repetitive Klicks und Tool-Wechsel sonst bleiben.

Typische nächste Routinen:

  • Interview-Scheduling-Unterstützung: Terminvorschläge, Kalenderabgleich, weniger Ping-Pong.
  • Hiring-Manager-Nudges: Erinnerung an überfälliges Feedback in Slack/Teams.
  • Entwürfe für Absagen: konsistenter Ton, schnelle Reaktionszeiten, final durch Recruiter kontrolliert.
  • Active Sourcing: Zielprofile finden und Outreach-Workflows strukturieren, z. B. über Active-Sourcing-Routinen.

Der Effekt ist kumulativ: Jede Routine spart nur ein paar Minuten. Zusammen verschieben sie einen spürbaren Teil der Recruiter-Woche weg von Admin hin zu Gesprächen und Entscheidungen.

Checkliste: So wählen Sie einen ashby cv screening Ansatz, den Sie nicht bereuen

Wenn Sie Optionen vergleichen, helfen Fragen, die operativen Fit sichtbar machen – nicht nur eine KI-Demo.

  • Wo arbeitet der Recruiter? In Ashby oder in einem zweiten Tool?
  • Wie triggert der Prozess? Webhook, Scheduled Run oder manuell?
  • Gibt es Write-back? Score + Begründung sauber im Kandidaten-Record gespeichert?
  • Ist es erklärbar? Können Sie „warum“ in 20 Sekunden zeigen?
  • Ist es tunebar? Must-haves, Gewichte, rollen-spezifische Kalibrierung?
  • Ist es governable? RBAC, Logging, Retention, Unterstützung für DPIA-Dokumentation?
  • Kann es mitwachsen? Scheduling, Sourcing, Onboarding-Handoffs über denselben Layer?

Wenn ein Anbieter diese Punkte nicht klar beantworten kann, endet das Projekt oft als „noch ein Tool“, statt als spürbare Prozessverbesserung.

Kontext: Wie Sprad in so eine Ashby-Architektur passt

Sprad ist eine KI-first HR-Plattform mit drei Säulen: Talent Management Workspace (z. B. Reviews, Skills, Ziele), Mitarbeiterempfehlungen („Mitarbeiter werben Mitarbeiter“) und Atlas als KI-Coworker. Das Relevante für ashby cv screening ist dabei weniger „noch ein Recruiting-Tool“, sondern die Idee einer Automations- und Intelligence-Schicht über Ihren bestehenden Systemen.

Praktisch heißt das: Wenn Sie Screening, Sourcing oder Referral-Prozesse stärker verbinden wollen, kann eine gemeinsame Ebene helfen, Datenflüsse sauber zu halten. Ein Beispiel ist die Verzahnung von Active Sourcing, Inbound-Screening und Empfehlungen, ohne dass Recruiter ständig zwischen Systemen wechseln. Für Empfehlungsprozesse wäre das thematisch passende Modul ein Mitarbeiter-werben-Mitarbeiter-Programm, das typischerweise ebenfalls in bestehende ATS-Prozesse integriert wird, statt sie zu ersetzen.

Wenn Sie Ashby als ATS behalten und darüber ein Ranking-und-Begründungs-Layer setzen, verändert sich die tägliche Arbeit spürbar: Recruiter starten nicht bei 100 PDFs. Sie starten bei einer Shortlist, die sie erklären können – und behalten gleichzeitig den kompletten Prozess- und Audit-Kontext im ATS.

Jürgen Ulbrich

CEO & Co-Founder of Sprad

Jürgen Ulbrich has more than a decade of experience in developing and leading high-performing teams and companies. As an expert in employee referral programs as well as feedback and performance processes, Jürgen has helped over 100 organizations optimize their talent acquisition and development strategies.

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